Mittwoch, 4. November 2009

Gold: Auch Indien mischt mit


Gestern kaufte die indische Zentralbank direkt vom IWF 200 Tonnen Gold zu Tagespreisen. Das entspricht ungefähr 64,5 Millionen Unzen und damit einem 'Wert' von ca.69 Milliarden Dollar.


Das bedeutet was? Auch die Inder haben das Vertrauen in den US-Dollar verloren und konvertieren ihre Währungsreserven in etwas Werthaltiges, um jeden Preis! (China wollte eigentlich die insgesamt angebotenen 400 Tonnen kaufen, war aber nicht bereit, den Tageskurs zu bezahlen)

Fragen, die sich aufdrängen:
Warum verkauft der IWF Gold?
Warum kauft die indische Zentralbank Gold?


Mögliche Antwort: Der US-Dollar hat als Welt-Reservewährung ausgedient; der IWF agiert künftig als „Zentralbank der Zentralbanken“ und erlaubt das Gelddrucken nur gegen Einlagen in Gold oder Silber. Eigentlich vernünftig.

Schweinegrippe: Medienhype oder Bedrohung?

Wie wir seit dem Sommer wissen, ist die Schweinegrippe extrem ansteckend, aber harmlos. Pharmakonzerne wie Glaxo-Smith-Kline, Baxter und Novartis verdienen sich dumm und dämlich an den Impfstoffen (Die überall vom Steuerzahler finanziert werden, auch wenn sie in der Arztpraxis 'kostenlos' abgegeben werden). Was soll ich mir Sorgen machen über eine Krankheit, die mir ein wenig Kopfschmerzen und Fieber anhängt, und mich allenfalls ein paar Tage ins Bett schickt?

So einfach ist es leider nicht:

Die Gesundheitsbehörden der USA und (wen wundert's?) Großbritanniens kalkulieren optimistisch, dass 25 bis 50% der Bevölkerung angesteckt werden. Todesfälle durch H1N1 werden vom amerikanischen CDC (Center of Disease Control, Ministerium für Seuchenkontrolle) auf 30.000 bis 90.000 projektiert (zusätzlich zu den durchschnittlich 36.000 Opfern der saisonalen Grippe)
Wie auf durchaus seriösen Websites nachzulesen, beträgt (momentan!) die Mortalitätsrate der Influenza A-H1N1 weltweit 1,0%. Niedrig? Im Vergleich dazu haben die saisonalen Grippen eine Mortalitätsrate von 0,4%. Oh-Oh.

Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte eine (natürlich nicht repräsentative und deswegen völlig wertlose) Umfrage unter Krankenhauspersonal. „FALLS die H1N1-Pandemie ausbrechen sollte – würden Sie dann zur Arbeit erscheinen?“
Die Resultate waren für mich erschreckend: Gut die Hälfte des Krankenhauspersonals (einschließlich Ärzten!) antwortete mit NEIN.

Das gibt mir irgendwie zu denken: Wenn schon 50% des Krankenhauspersonals (das eigentlich zur Hilfe verpflichtet ist) bei Ausbruch der Seuche blau macht – was tut dann der 'normale' Arbeitnehmer, der mit vielen Menschen in Kontakt kommt? (Dumme Beispiele: Kassiererin im Supermarkt, Bedienung im Restaurant).
Wer fährt noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Wer besucht Theater, Konzerte oder Fußballspiele?
Auf jeden Fall beflügelt das den Wirtschaftsaufschwung, sagen die Experten z.B. des IFO unter der Führung meines Lieblings“Wissenschaftlers“ Hans-Werner Sinn (welcher bei uns intern Un-Sinn genannt wird, weil er meistens denselben von sich gibt)

Beunruhigende Nachrichten auch aus der Ukraine – von deutschen Medien weitgehend ignoriert: Innerhalb weniger Tage ca. 80.000 Infizierte und an die 100 Tote. In der Bevölkerung bricht Panik aus, das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Ob die Todesfälle der Schweinegrippe zum Opfer fielen, ist noch völlig unklar: Die meisten starben an einer 'Lunge voll Blut' – was doch stark erinnert an die Spanische Grippe (1918-1920), die je nach Zählweise zwischen 50 und 100 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Klassifizierung des Virus der damaligen Spanischen Grippe: H1N1. Kommt uns das bekannt vor?




Donnerstag, 29. Oktober 2009

Kann der Dollar gerettet werden?



Wirtschaftsredakteure von durchaus reputablen Tageszeitungen pflegen mich in letzter Zeit zuzutexten mit Äußerungen wie:
„Anleger brauchen keine Angst zu haben. Sollte der Dollar dauerhaft erheblich an Wert verlieren, werden die Zentralbanken intervenieren.“
Aha. Wie soll das gehen? Ach so – die (z.B.) EZB kauft in großem Stil Dollars auf, um den Kurs zu stützen (Angebot/Nachfrage! Erstes Semester BWL!)


Meine Frage: Womit denn bitte? Hat die EZB etwa ein paar Billionen Euro 'auf Halde'? Nein, natürlich nicht. Aber sie hat wie alle Zentralbanken heutzutage die Möglichkeit, mit wenigen Mausklicks ein paar Billionen Euro zu erschaffen (Die sind wie alle anderen Euros durch nichts gedeckt, und brauchen noch nicht mal gedruckt zu werden)


Eine solche Aktion verwässert den Euro (Nicht-VWLer wie ich würden dazu sagen: Inflationiert ihn), stellt künstlich die 'Waffengleichheit' zwischen Euro und Dollar wieder her – zu Lasten des kleinen Mannes, der nun – wie der Ami – auch das Doppelte für Importgüter wie Öl und Gas bezahlen darf. Freuen wir uns also gemeinsam auf die Stützungsaktionen der EZB.

Iranische Ölbörse eingeweiht

Iranische Ölbörse eingeweiht

Wie die Tehran Times meldet, wurde am Montag, 26.10.2009 die Iranische Ölbörse auf der Insel Kish eingeweiht. Vorerst für den Handel mit Rohöl, später auch für verarbeitete Ölprodukte.

Der Handel soll „Vorwiegend in Euro und iranischen Rial, sowie in weiteren bedeutenden Währungen“ abgewickelt werden. (Unter vorgehaltener Hand: Alles außer US-Dollar).
Oh! Sie wagen es tatsächlich!

Diese Nachricht blieb bisher weitgehend unbemerkt und unbeachtet von der Weltöffentlichkeit ( bis heute gibt es gerade mal einen(!) aktuellen Eintrag auf Google), obwohl die Eröffnung einer Ölbörse ohne Dollarbindung meiner Meinung nach gewaltige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und mehr haben könnte:

Die Möglichkeit, Öl (und Erdgas) mit anderen Währungen zu kaufen, entbindet die Importnationen von der Verpflichtung, Dollars vorzuhalten – die Nachfrage nach denselben sinkt, und damit der Preis.

Die Verkäufer-Staaten legen ihre Einnahmen nicht mehr in Dollar (und in den USA), sondern in anderen Währungen (und anderen Nationen) an.

Der Geld-Rückfluss an die USA versiegt zunehmend; die Nachfrage nach Staatsanleihen sinkt dementsprechend. Der Dollar stürzt ab.

Können die USA das zulassen? Die Erfahrung spricht dagegen. (Links zu Analysen der vergangenen Jahre demnächst hier)

Wahrscheinliche Szenarien sind:

Die iranische Ölbörse wird sabotiert (z.B. durch Kappung der Internetverbindungen, wie schon mal geschehen), oder die Infrastruktur durch 'Terroranschläge' zerstört;

Israel und/oder die USA starten einen Krieg gegen den Iran. (Die momentan laufenden Manöver sprechen dafür)
Am Effektivsten wäre natürlich BEIDES.

Montag, 5. Oktober 2009

Dollar-Kollaps früher als erwartet

Beunruhigende Prognosen und Nachrichten: Das Aus für den Dollar als Reservewährung ist näher als ich dachte. Wahrscheinlich schon Ende Oktober bis Ende November 2009.

Dazu passt die Vorhersage des russischen Politologie-Professors Igor Panarin, der schon seit Jahren prophezeit, dass die USA genau wie die frühere Sovietunion auseinanderfallen wird. - und zwar noch vor Ende 2009.
Als ich Panarins Prognosen 2008 erstmals auf russischen Nachrichtenagenturen las, dachte ich noch: „Wunschvorstellungen eines Kommunisten!“ - inzwischen habe ich meine Meinung leicht geändert.
Mit dem Wahlsieg der Demokratischen Partei in Japan kommt ein neuer mächtiger Spieler gegen den US-Dollar ans Brett: Yukio Hatoyama, der wie China und Russland die Währungsreserven von Dollar auf eine andere Währung umstellen will. Das bedeutet was?? Ah, that was it.
Yep. Und bei den ersten Anzeichen eines Dollar-Crash konvertieren wir unsere Bankguthaben in Scheinchen oder Edelmetalle.

Nicht überzeugt? Inzwischen sind sogar die Golfstaaten auf den Zug aufgesprungen (oh – und die Franzosen sind auch dabei), meldet der britische Independent: http://www.independent.co.uk/news/business/news/the-demise-of-the-dollar-1798175.html
Besondere Beachtung verdienen die letzten zwei Absätze des Artikels, die ich hier für nicht englischverstehende Leser frei übersetze:
>>"Diese Pläne werden das Gesicht internationaler Finanztransaktionen verändern," sagte ein chinesischer Banker. "Amerika und Großbritannien müssen sehr beunruhigt sein. Wie sehr beunruhigt,werden Sie anhand der Flut von Dementis erkennen, die auf diese Nachricht folgen." <<
In der Tat – siehe hier: http://www.foxnews.com/story/0,2933,560742,00.html?test=latestnews

oder hier: http://www.reuters.com/article/hotStocksNews/idUSL620079420091006

>>Iran verkündete Ende letzten Monats, seine Währungsreserven künftig in Euro statt Dollar zu halten. Banker erinnern sich natürlich daran, was dem letzten Ölproduzenten aus dem Mittleren Osten passierte, der Öl gegen Euro statt Dollar verkaufen wollte. Wenige Monate nachdem Saddam Hussein seine Entscheidung heraustrompetete, marschierten Amerikaner und Briten im Irak ein. <<
Interessant – schon vor Jahren haben einige meiner verrückt gewordenen Quellen behauptet, das wäre der eigentliche Grund für den zweiten Golfkrieg gewesen...
"Russia Today" sagt:



.. was mir folgendes sagt: Solange die größten Gläubigernationen (U.a. China, Japan, Indien, Russland, ...) noch auf Billionen von $ sitzen, wird der Dollar 'irgendwie' am Leben gehalten. Lange wird es nicht mehr dauern, bis diese Nationen (resp. deren Zentralbanken) die Dollar-Reserven in Edelmetalle, Euro oder Schweizer Franken, etc. umgetauscht haben.
Dann passiert's - und zwar ganz plötzlich und unangekündigt (sonst hätten ja die vielen hundert Millionen kleinen Anleger auch die Chance, den Wert ihrer Ersparnisse zu retten):
Der Dollar wird um 40 bis 50% abgewertet. Ganz offiziell. Die US-Industrie (welche Industrie?) freut's - den "Exportweltmeister" Deutschland etwas weniger.
Die USA halbieren auf einen Schlag ihre Auslandsschulden.



Mittwoch, 30. September 2009

Israel und die Siedlungspolitik

Erneut sind Gespräche über einen Siedlungs-Stop in den durch Israel besetzten Gebieten gescheitert. Seit vielen Jahren frage ich mich: Warum wird über dieser Thema eigentlich überhaupt verhandelt?

Die Besiedlung von im Krieg eroberten Gebieten (Hier: Krieg von 1967, Westjordanland, Gaza, Golanhöhen) ist völkerrechtlich verboten und auch nach der 4. Genfer Konvention nicht zulässig.

Ab und zu lese ich mit leicht säuerlichem Amüsement in unseren Mainstream-Medien, dass die israelische Regierung „Illegale Siedlungsposten abreißen ließ“. Dazu kann ich nur bemerken, dass es überhaupt keine legalen Siedlungen in besetzten Gebieten geben kann. Das hat schon die Resolution 242 des UN- Sicherheitsrates völkerrechtlich verbindlich ausdrücklich festgestellt.

Diese Resolution – wie zur Zeit ungefähr 100 andere – wurde von der Regierung Israels nicht mal ignoriert; ungefähr 40 weitere Resolutionen wurden von der Schutzmacht USA per Veto blockiert.
Siehe z.B. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_UN-Resolutionen

Der nicht mehr unter uns weilende Saddam Hussein hat kontrastweise nur eine einzige Resolution des UN-Sicherheitsrats nicht honoriert (Nr. 660) – und in Nullkommanichts sind bei ihm die Amerikaner einmarschiert. 2003 sogar ohne Ermächtigung der UNO.

Zweierlei Recht? Anscheinend, oder doch eher offensichtlich?
In diese Richtung zeigt das Schicksal der Resolution 3379 mit dem Titel ' Beseitigung aller Formen der Rassendiskriminierung' http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_3379_der_UN-Generalversammlung 
Resolutionen der Generalversammlung sind zwar - im Gegensatz zu denen des Sicherheitsrates - nicht völkerrechtlich verbindlich. Warum wurde dann sogar diese blockiert?
Ich halte nicht viel von den Diktatoren in Libyen und dem Iran, aber in einem Punkt haben sie recht: Der Staat Israel verübt einen (wenn auch schleichenden) Völkermord an den Palästinensern. Nach dem Vorbild der Siedler in Nordamerika – was wir nicht killen können sperren wir in Reservate (siehe Gaza).

Seit vielen Jahren kenne ich israelische Bürger als ganz normale, weltoffene und liebenswerte Menschen. Das Problem sind die ultra-orthodoxen, fanatisch religiösen, rechtsradikalen, frauenfeindlichen, noch in vorbiblischen Zeiten verhafteten Israelis, die allen Ernstes immer noch behaupten, dass Gott persönlich und schriftlich(!) ihnen das Gelobte Land als Eigentum übertragen hätte. Diese Leute haben leider sehr viel Einfluss auf die Regierung eines ansonsten modernen Staates.

Vor einigen Jahren habe ich diese Website gefunden: http://www.templemountfaithful.org/ Die schlimmsten Hetzartikel gegen 'Untermenschen' (Palästinenser) sind inzwischen entfernt worden, aber der Rest ist immer noch erschreckend. (Englisch). Damals musste sich sogar die UNO noch als „Gottlose Institution“ bezeichnen lassen.

Als Beispiel zitiere ich Anfang und Ende eines dortigen Artikels mit dem Titel The U.N. Against Jerusalem and Israel – einer Übersetzung oder eines Kommentars werde ich mich tunlichst enthalten:


On 2nd December, 1998, the General Assembly of the U.N. passed a number of resolutions against Israeli. The first stated that Israeli sovereignty and law in Jerusalem is illegal. The decision also stated that the U.N. regrets that two embassies, those of Costa Rica and El Salvador, are in Jerusalem in this way they recognize Jerusalem as the capital of Israel . Another resolution called for Israel to withdraw from the Golan Heights while a third called on Israel to give self-determination to the so-called "Palestinians".
149 states voted in favor of the first resolution. Only Israel voted against the resolution while the United States and another 6 states abstained. 154 states voted for the resolution calling for self-determination for the "Palestinians". The resolution also called on Israel to withdraw from Judea, Samaria and Gaza.
This is not the firs time that this evil organization has passed resolutions against Israel. The meaning of these resolutions is very clear. All the nations of the world are against Israel. Again the giant Goliath is against the small David. They are armed with all the weapons and evil and small Israel has only a small stone and the Name of the G-d of Israel in her heart and on her lips. But this is enough. Israel, together with G-d, as in the Biblical times, becomes a majority and all the nations become a minority. 154 nations decided to fight against the prophetic decision of G-d to redeem the people and land of Israel and again to make Jerusalem the eternal capital of the G-d and people of Israel.“

How blind all the nations and the U.N. are. They cannot see this Word of G-d or understand that they are nothing compared to G-d. They can pass all the resolutions in the world but only the resolutions of G-d will be fulfilled and their evil resolutions will fall and they will be punished. Why can't they learn from the Word of G-d and history? The are deluded if they think that they can destroy G-d's decisions. Why don't they learn from the history of the major powers which decided to destroy the G-d and people of Israel and made resolutions against them over the centuries and they were terribly punished by G-d and disappeared from history. Why are the unable or unwilling to understand that only the G-d of Israel controls the destiny of the nation of Israel and none pf its enemies. He is determined not to allow any one of them to even touch the people and land of Israel. The people of Israel are dedicated to be faithful to the G-d of Abraham, Isaac and Jacob, to His Word and to the land that He gave them in an eternal covenant, to Jerusalem and to the Temple Mount. Whether all the nations want it or not, G-d will soon accomplish His prophetic plans for Israel. He will rebuild His House and Mashiach ben David will soon come. In the G-d of Israel we trust. „
Der ganze Artikel steht hier: http://www.templemountfaithful.org/un.htm
Wenn ich so etwas lese,brauche ich eine Überdosis Valium. Sonst würde ich vielleicht etwas schreiben, was mir ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung einbringen würde.  Soweit zu Artikel 5 Grundgesetz (Meinungsfreiheit)


ElBaradei: Israel is number one threat to Middle East

October 5th, 2009 | By: Michael van der Galien
Tags: International Atomic Energy Agency, Iran, Nuclear Weapons, United Nations
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It’s unbelievable, but  it seems that IAEA-head Mohammed ElBaradei is finally taking the threat Iran poses to the Middle East and the rest of the world serious.
“Iran is the number one threat to the Middle East,” he said.
Oh, excuse me, that’s a typo right there. Hehe, of course he didn’t say the above.
Well, not about Iran, that is:
At a joint press conference with Iran’s Atomic Energy Organization chief Ali Akbar Salehi in Tehran, ElBaradei brought Israel under spotlight and said that The Tel Aviv regime has refused to allow inspections into its nuclear installations for 30years, the report said.
Israel is the number one threat to the Middle East given the nuclear arms it possesses,” ElBaradei was quoted as saying.
He wants Israel to allow “inspections,” and says that the Obama administration has taken some “important steps” to make this indeed happen. (Hervorhebungen von mir)
Der Chef der IAEA sagt was gegen Israel? Naja – seine Amtszeit endet bald, und da darf er vielleicht schon mal was sagen, was er früher sich nicht getraut hat...
Aber dann geht’s weiter:
What a joke this man is – and the same goes for the organization he represents. Iran is talking about wiping Israel off the map, it’s working hard on developing the weapons to do so, and ElBaradei decided to, that’s right, attack the Jewish nation-state.
Disgraceful. The UN, the IAEA, all have become caricatures of themselves.
Eine Beurteilung dieser Aussage bleibt meinen Lesern überlassen.

Religiöser Fanatismus – egal aus welcher Richtung – ist eine permanente Bedrohung des Weltfriedens. Es wird höchste Zeit, dass die Weltgemeinschaft den Schmusekurs gegenüber den Fanatikern in Israel korrigiert und auch dort Völkerrecht durchsetzt.

Nun warte ich auf das Schwingen der Antisemitismuskeule, mit der sich anscheinend auch internationales Recht zerschmettern lässt.

Freitag, 25. September 2009

Dollarverfall – die Folgen

Falls der US-Dollar – wie ich annehme – demnächst seinen Status als Welt-Reservewährung verlieren sollte, hätte das gravierende Auswirkungen auf die planetare Wirtschaft:

Als Erstes verliert der Dollar (gegenüber anderen Währungen) gewaltig an Wert; meine Quellen gehen von 50%+ aus. Dementsprechend verteuern sich Importe – insbesondere Öl und Gas – für die US-Amerikaner um 100%+, was die Wirtschaft lahmlegt. Firmenpleiten und Arbeitslosenrate erreichen Rekordwerte. Steuereinnahmen sinken entsprechend, das Staatsdefizit steigt in ungeahnte Höhen. Der Durchschnitts-Amerikaner lernt die Armutsgrenze aus nächster Nähe kennen. Wird er sich das gefallen lassen?

Die größten Exportnationen China, Japan, Deutschland, ... leiden entsprechend. Nix ist mit „die Krise ist überwunden“ - sie fängt erst richtig an, und das ist die „Mutter aller Krisen“. Die Finanz-“Industrie“ bricht erneut zusammen, diesmal allerdings endgültig. (Was kommt danach?)

Das heißt: Auch hier in Euroland steigen die Energiepreise in ungeahnte Höhen , würgen die Wirtschaft ab und treiben den Durchschnittsbürger in Richtung Prekariat. Die Börse bärt gewaltig.


Die einzig mögliche Lösung scheint mir zu sein: Die BRIC- Staaten plus EU (ausdrücklich die USA aussnehmend) machen einen Deal (Bretton Woods 2.0, sozusagen), und retten damit die Welt. Das wird natürlich nicht passieren, also ist die gesamte Weltwirtschaft demnächst am A...


Wir – als notorische „Berufspessimisten“ - agieren wie folgt:
Das Aktiendepot wird auf 100% Cash umgestellt;
Ein gewisser Bargeldbestand wird aufgebaut;
Gold und Silber zu erwerben ist eine Option, allerdings nicht unter staatlicher Aufsicht (Meldepflicht der Banken!) Auch hierzulande besteht theoretisch die Möglichkeit, privaten Goldbesitz gesetzlich zu verbieten.


BITTE BEACHTEN: Die vorstehenden Ausführungen sind keinesfalls als Investment-Empfehlungen zu verstehen: für solche konsultieren Sie bitte den lokalen Bankberater :-))
 

Deutscher Neusprech: Recht

Beinahe täglich ärgere ich mich bei der Lektüre der Tageszeitungen über die unsäglichen Auswüchse der Rechtschreibreform, welche angetreten ist, die Rechtschreibung zu vereinfachen. In Wirklichkeit verhunzt sie die deutsche Sprache. Ich bin kein Sprachwissenschaftler, habe aber seit meinem sechsten Lebensjahr ungefähr 57 Millionen Bücher gelesen – meistens in Deutsch, aber auch in Englisch, Französisch und Italienisch. Deswegen beanspruche ich für mich, ein Gefühl für die deutsche Sprache zu haben, im Gegensatz zur Pisa-Generation, der das Lesen ähnlich fremd ist wie einer Kuh das Klettern.
Heute geht es um 'Recht'.

Die Redensarten „Ich habe recht“ oder „Ich gebe Dir recht“ haben mit dem Recht: http://de.wikipedia.org/wiki/Recht überhaupt nichts zu tun. Das zeigt ein kleiner Blick über den sprachlichen Tellerrand:

Französisch: Vous avez raison (Sie haben [guten] Grund [anzunehmen, dass..]
Englisch: You are right (Sie sind [liegen] richtig)

Weit und breit kein Recht in Sicht; trotzdem schrieb die sogenannte (nicht so genannte) Rechtschreibreform die Großschreibung vor. Die reformierte Reform erlaubt nun beide Schreibweisen – was wiederum falsch ist. Eindeutig richtig ist die Kleinschreibung bei recht haben / bekommen / geben. Wäre ich Deutschlehrer, könnte ich das meinen Kids auch erklären, so dass es vielleicht sogar der Dümmste begriffe. Warum schaffen das die echten Deutschlehrer nicht?

Ich habe recht, und wer etwas Anderes glaubt, hat entweder versehentlich Germanistik studiert (im Glauben, da ginge es um Pyramiden und Mumien und so) oder ist Mitglied der Rechtschreib-Kommission der KMK.

Angriff auf den US-Dollar: Jetzt wird ernst gemacht


Seit (ungefähr :-) Anfang der Steinzeit wird der Welthandel in US-Dollar abgerechnet. Fast alle Exportgüter werden also in Dollar bezahlt – nicht nur Elektronikramsch aus China, Billigtextilien aus Vietnam etc., sondern auch in sich werthaltige Rohstoffe wie Gold, Silber, Gas und Erdöl.
Im Verlauf der Zeit hat sich der US-Dollar stillschweigend als Welt-Reservewährung etabliert – was durchaus irgendwie sinnvoll war, solange dieser an den Goldpreis gekoppelt war. Solange der Ölscheich aus Saudi-Arabien seine Dollars jederzeit zu einem garantierten Kurs gegen Gold tauschen konnte, brauchte er sich keine Sorgen zu machen und ruhte sanft.
Seit dem 15. August 1971 ist dies leider nicht mehr der Fall: An diesem Tag annullierte Präsident Nixon praktisch den Bretton Woods-Vertrag von 1944, insbesondere die Verpflichtung der USA, Dollar jederzeit gegen Gold zu tauschen zum festen Kurs von 35 Dollar / Unze. Seitdem ist die Dollarnote nur noch ein Stück Papier, das verspricht, „einen Dollar wert zu sein“. Seitdem kann der Ölscheich für seine Dollarmilliarden immer weniger kaufen und macht sich immer mehr Sorgen. Schlafen tut er auch nicht mehr so gut.
Der Amerikaner an sich durfte auch plötzlich seine (bereits entwerteten) Dollars nicht mehr zum Kauf von Edelmetall benutzen: Der private Goldbesitz wurde schlicht verboten. Erst 1974 hob Präsident Ford dieses Verbot wieder auf, immerhin.
Selbstverständlich schicken die Amerikaner nicht palettenweise Papiergeld nach China, Japan, Indien oder sonstwohin, sondern sie 'bezahlen' ihre Schulden mit Staatsanleihen – die bringen immerhin (zumindest theoretisch) noch Zinsen. Aber was ist eine amerikanische Staatsanleihe wert? Das hängt in erster Linie ab vom Vertrauen der Gläubiger, dass der Schuldner seine Verpflichtungen erfüllen kann. Solange das Vertrauen besteht, finden sich Käufer (oder soll ich sagen: Dumme?)
Dieses Vertrauen ist allerdings erheblich gesunken. Ich (als Nicht-Insider) weiß seit mehr als zwei Jahren, dass Staaten wie China, Russland und Indien MASSIV ihre Dollars gegen (physisches!) Gold tauschen – und das im dreistelligen Tonnen-Bereich. Zwar mit Verlust, aber was soll's?
Weitere Anzeichen dafür, dass der Dollar als Reservewährung ausgedient hat:


  • Uns Wladimir P. Aus Russland drängt seit Jahren darauf, Öl und Gas gegen (selbst schwächelnde) Rubel zu verkaufen;



  • Chinas Handel mit Brasilien und Indien wird zunehmend in Lokalwährung abgerechnet;



  • Die UNO (genauer: UNCTAD) befürwortet inzwischen auch eine internationale Kunstwährung ('Sonderziehungsrechte')



  • China ist zum Nettoverkäufer von Dollars geworden, verkauft soviel wie möglich ohne den Kurs total einbrechen zu lassen;



  • China kaufte kürzlich Anleihen des IWF im Gegenwert von (derzeit) 75 Mrd. $ - gegen Yuan.



  • Carrytrader spekulieren im großen Stil gegen den Dollar: Verschulden sich zu beinahe 0% Zinsen in $, tauschen diese gegen solidere Währungen mit höherer Verzinsung in der begründeten Hoffnung, dass zum Rückzahlungstermin der Dollarkurs erheblich gefallen ist.

Donnerstag, 3. September 2009

"Die spinnen, die ... Libyer!"

Seit gestern ist es amtlich: Muammar 'König der Könige' al Gadaffi stellte der UNO-Vollversammlung den Antrag zu, die Schweiz als Staat von der Landkarte verschwinden zu lassen. Das Staatsgebiet soll in Territorien aufgeteilt und diese entsprechend den sprachlichen Gegebenheiten an die Nachbarländer fallen: Die Westschweiz an Frankreich, das Tessin an Italien, die Deutschschweiz an Deutschland. (Österreich ginge leer aus :-)

Der Diktator ist auf die Schweiz nicht mehr gut zu sprechen, seit die Genfer Justizbehörden die Frechheit besaßen, sein verwöhntes Söhnchen Hannibal in Untersuchungshaft zu nehmen. Und das nur, weil dieser zwei Hausangestellte körperlich misshandelt hatte. Seit wann gelten Gesetze zivilisierter Nationen für Diktatorensöhnchen?? (Außerdem waren es sowieso nur tunesische und marokkanische Sklaven).

Auch wenn Libyen bei der am 15. September beginnenden 64. UNO-Generalversammlung für ein Jahr den Vorsitz hat, dürfte das Ansinnen wenig Chancen haben. Aber wer weiß? Wir leben nicht nur in einer verrückten Welt, sondern es leben auch einige Verrückte in dieser Welt.

Montag, 24. August 2009

Am 22. August 2009 war nichts, oder?




Richtig. Auf den ersten Blick, zumindest. Keine Großbank ist zusammengebrochen. Es gab keinen Anschlag auf die Energieversorgung der U.S.A., auch keine Naturkatastrophe. Soziale Unruhen in den Vereinigten Staaten blieben aus.
Aber:

  • Am Wochenende wurden wieder 4 U.S.-Banken geschlossen, darunter die „Guaranty Bank“ (sic!) in Austin,Texas – eine der größten Regionalbanken. Bisher 2009 in den USA also total 81 Bankpleiten (Vorjahr: 27). Ein klares Zeichen für einen beginnenden Aufschwung der Weltwirtschaft, sagen die Experten.
    Was mich etwas beunruhigt, ist dass in den letzten Monaten zunehmend kleine Lokalbanken pleite gehen – ein Zeichen dafür, dass zunehmend kleine und mittlere Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Der wöchentliche Bankenpleiten-Count kann hier verfolgt werden: http://www.fdic.gov/bank/individual/failed/banklist.html

  • Die „Recess Rally“ (Recess heisst ungefähr 'Parlamentsferien') fand statt, hat allerdings anscheinend nicht die von den Veranstaltern erhoffte Teilnehmerzahl erreicht. Vollständige Daten sind noch nicht verfügbar; meine Schätzung geht von ungefähr 100.000 Demonstranten landesweit aus. Trotzdem sollte diese Bewegung nicht unterschätzt werden: Amateurvideos auf Youtube (Suchbegriff: Recess Rally) zeigen keineswegs rechtsradikale Patriotenspinner, sondern anscheinend ziemlich normale Bürger, die mit ihrer Regierung insgesamt unzufrieden sind. Die stehen auch brav am Straßenrand und halten ihre selbstgebastelten Protestschilder hoch. Vordergründig geht es um Obamas Gesundheitsreform, eigentlich aber um mehr: Auch der (ökonomisch relativ ungebildete) amerikanische Durchschnittsbürger hat das Bauchgefühl, dass die irrsinnige, durch das Anwerfen der Geld-Druckmaschine 'finanzierte' Rettung der Bankster letztendlich auf ihren Steuerzahler-Schultern lastet, und denen ihrer Kinder und Enkel. Der Amerikaner – im Unterschied zum Europäer – hat irgendwann die Nase voll und geht auf die Straße, um seine verfassungsmäßig garantierten Rechte einzufordern. Auch wenn der Anteil der (aktiv) teilnehmenden Bürger sich momentan im Promille-Bereich bewegt, hat diese Bürgerbewegung Potential. Dass die Mainstream-Medien darüber nicht berichten, ist keine Überraschung - abgesehen davon, dass die Regierung den Ball möglichst flach halten will, sieht auch der bekannt rechtslastige Sender FOX in einer Demonstration von etwa 200 Bürgern vor z.B. dem Büro des Abgeordneten in einem Kaff in West Virginia keine „Breaking News“.
    Sicherlich sind solche Protestbewegungen (zumindest teilweise) von Interessengruppen angefacht und gesteuert - aber was macht das für einen Unterschied? Relevant sind einzig die Resultate, und die könnten gravierend sein.

  • Die amerikanische Regierung kündigte am Wochenende an, dass das ohnehin schon irrsinnige Budget-Defizit von 10 – 11 Billionen $ sich für die nächsten 10 Jahre um weitere 2 Billionen $ erhöhen wird. (Wir reden hier nicht von Staatsschulden – die sowieso jenseits von Gut und Böse sind), sondern von der Differenz zwischen Staatseinnahmen und -Ausgaben) Das nennen die Experten 'solides Wirtschaften'. Eine Erholung der Weltwirtschaft ist demnach eigentlich unvermeidlich, oder? Die Märkte bewegen wird diese Nachricht natürlich nicht so richtig – höchstens Insider werden langsam „Short“ gehen.
Wie gesagt – ich lasse mich ungern auf ein fixes Datum festnageln; mein Zeitfenster ist nach wie vor intakt. Warten wir's ab; eventuell ist auch noch die zweite Septemberwoche interessant.

Mittwoch, 19. August 2009

Ist die Finanzkrise vorbei?


Alle Experten sagen: JA! Die Wirtschaftsforscher, Ökonomen, Banker, Börsengurus und Politiker sind sich hierin einig – es geht wieder aufwärts!
Selbstverständlich glaube ich ihnen; es sind schließlich genau die selben Experten, die die Krise nicht vorhergesehen haben und auch für „Nicht vorhersehbar“ erklärt haben. Die selben Experten, die nachträglich erkannten, dass die Krise durch eine Geldschwemme, niedrige Zinsen und ungezügelte Kreditvergabe ausgelöst wurde. Die selben Experten, die inzwischen die Krise durch noch mehr Liquidität, noch niedrigere Zinsen und noch mehr Kredite erfolgreich bekämpft haben.
Es gibt andere Leute, welche das Gegenteil behaupten: Die Finanzkrise ist nicht nur nicht vorbei, sondern sie hat noch gar nicht richtig angefangen. Einige dieser Leute haben schon vor Jahren vor dem Platzen der Immobilien- und Kreditblase gewarnt, aber das waren bestimmt Zufallstreffer – also können sie keine Experten sein. Nennen wir sie Amateure, oder Dilettanten? (Experten bevorzugen die Labels „Schwarzmaler“ oder „Berufspessimisten“).
Einige meiner dilettantischen Amateurquellen meinen, dass demnächst etwas passieren wird, was die Richtung der Finanzmärkte entscheidend beeinflusst. Seltsamerweise nennen sie alle ein exaktes Datum: den 22. August 2009. (Ich als Ober-Amateur denke lieber in Zeitfenstern; hier letzte August- / erste Septemberwoche)
Je nach Orientierung halten meine Dilettanten verschiedene Ereignisse für möglich:

  • Der Investmentguru glaubt an den Crash einer großen US-Bank;
  • Der Verschwörungstheoretiker an einen Anschlag auf die Energieversorgung der U.S.A.
  • Der Politikbeobachter an Unruhen in den U.S.A
Der 22. August ist ein Samstag, also ein guter Tag für schlechte Finanznachrichten: Die Märkte sind geschlossen, und die 'Big Players' hätten Zeit, bis Montag ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen (während der Kleinanleger bis Montag handlungsunfähig ist).
Gleichentags soll angeblich der iranische Atomreaktor in Busher hochgefahren werden. Das dürfte allenfalls israelische Militärfalken interessieren; die Bombardierung der iranischen Atomanlagen steht bei mir allerdings erst Ende Oktober / Anfang November auf dem Programm.
Ebenfalls beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan - das halte ich allerdings für wenig relevant: Anhänger des Islam sind in dieser Zeit eher zum Frieden verpflichtet (2001 begann der Ramadan im November)
Als 'Anschlag auf die Energieversorgung' könnte man auch eine Naturkatastrophe interpretieren wie etwa einen Kategorie 5-Hurrikan im Golf von Mexiko. Hurrikan "Bill" ist dafür zu weit weg und zu schwach. Vielleicht ein 7+ Erdbeben? 
Schließlich gibt es noch den Aufruf der 'TeaParty'-Aktivisten, am 22.8. landesweit vor allen Abgeordnetenbüros massiv zu protestieren. Falls die Organisatoren genug Leute auf die Beine bringen, könnte die Aktion durchaus die Finanzmärkte bewegen (Einige meiner Quellen sehen in dieser Graswurzelbewegung sogar den Beginn der Zweiten Amerikanischen Revolution)
Das Wochenende verspricht spannend zu werden...