Wirtschaftsredakteure von durchaus reputablen Tageszeitungen pflegen mich in letzter Zeit zuzutexten mit Äußerungen wie:
„Anleger brauchen keine Angst zu haben. Sollte der Dollar dauerhaft erheblich an Wert verlieren, werden die Zentralbanken intervenieren.“
Aha. Wie soll das gehen? Ach so – die (z.B.) EZB kauft in großem Stil Dollars auf, um den Kurs zu stützen (Angebot/Nachfrage! Erstes Semester BWL!)
Meine Frage: Womit denn bitte? Hat die EZB etwa ein paar Billionen Euro 'auf Halde'? Nein, natürlich nicht. Aber sie hat wie alle Zentralbanken heutzutage die Möglichkeit, mit wenigen Mausklicks ein paar Billionen Euro zu erschaffen (Die sind wie alle anderen Euros durch nichts gedeckt, und brauchen noch nicht mal gedruckt zu werden)
Eine solche Aktion verwässert den Euro (Nicht-VWLer wie ich würden dazu sagen: Inflationiert ihn), stellt künstlich die 'Waffengleichheit' zwischen Euro und Dollar wieder her – zu Lasten des kleinen Mannes, der nun – wie der Ami – auch das Doppelte für Importgüter wie Öl und Gas bezahlen darf. Freuen wir uns also gemeinsam auf die Stützungsaktionen der EZB.
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