Alle Experten sagen: JA! Die Wirtschaftsforscher, Ökonomen, Banker, Börsengurus und Politiker sind sich hierin einig – es geht wieder aufwärts!
Selbstverständlich glaube ich ihnen; es sind schließlich genau die selben Experten, die die Krise nicht vorhergesehen haben und auch für „Nicht vorhersehbar“ erklärt haben. Die selben Experten, die nachträglich erkannten, dass die Krise durch eine Geldschwemme, niedrige Zinsen und ungezügelte Kreditvergabe ausgelöst wurde. Die selben Experten, die inzwischen die Krise durch noch mehr Liquidität, noch niedrigere Zinsen und noch mehr Kredite erfolgreich bekämpft haben.
Es gibt andere Leute, welche das Gegenteil behaupten: Die Finanzkrise ist nicht nur nicht vorbei, sondern sie hat noch gar nicht richtig angefangen. Einige dieser Leute haben schon vor Jahren vor dem Platzen der Immobilien- und Kreditblase gewarnt, aber das waren bestimmt Zufallstreffer – also können sie keine Experten sein. Nennen wir sie Amateure, oder Dilettanten? (Experten bevorzugen die Labels „Schwarzmaler“ oder „Berufspessimisten“).
Einige meiner dilettantischen Amateurquellen meinen, dass demnächst etwas passieren wird, was die Richtung der Finanzmärkte entscheidend beeinflusst. Seltsamerweise nennen sie alle ein exaktes Datum: den 22. August 2009. (Ich als Ober-Amateur denke lieber in Zeitfenstern; hier letzte August- / erste Septemberwoche)
Je nach Orientierung halten meine Dilettanten verschiedene Ereignisse für möglich:
- Der Investmentguru glaubt an den Crash einer großen US-Bank;
- Der Verschwörungstheoretiker an einen Anschlag auf die Energieversorgung der U.S.A.
- Der Politikbeobachter an Unruhen in den U.S.A
Der 22. August ist ein Samstag, also ein guter Tag für schlechte Finanznachrichten: Die Märkte sind geschlossen, und die 'Big Players' hätten Zeit, bis Montag ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen (während der Kleinanleger bis Montag handlungsunfähig ist).
Gleichentags soll angeblich der iranische Atomreaktor in Busher hochgefahren werden. Das dürfte allenfalls israelische Militärfalken interessieren; die Bombardierung der iranischen Atomanlagen steht bei mir allerdings erst Ende Oktober / Anfang November auf dem Programm.
Ebenfalls beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan - das halte ich allerdings für wenig relevant: Anhänger des Islam sind in dieser Zeit eher zum Frieden verpflichtet (2001 begann der Ramadan im November)
Als 'Anschlag auf die Energieversorgung' könnte man auch eine Naturkatastrophe interpretieren wie etwa einen Kategorie 5-Hurrikan im Golf von Mexiko. Hurrikan "Bill" ist dafür zu weit weg und zu schwach. Vielleicht ein 7+ Erdbeben?
Schließlich gibt es noch den Aufruf der 'TeaParty'-Aktivisten, am 22.8. landesweit vor allen Abgeordnetenbüros massiv zu protestieren. Falls die Organisatoren genug Leute auf die Beine bringen, könnte die Aktion durchaus die Finanzmärkte bewegen (Einige meiner Quellen sehen in dieser Graswurzelbewegung sogar den Beginn der Zweiten Amerikanischen Revolution)
Das Wochenende verspricht spannend zu werden...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen