Mittwoch, 4. November 2009

Gold: Auch Indien mischt mit


Gestern kaufte die indische Zentralbank direkt vom IWF 200 Tonnen Gold zu Tagespreisen. Das entspricht ungefähr 64,5 Millionen Unzen und damit einem 'Wert' von ca.69 Milliarden Dollar.


Das bedeutet was? Auch die Inder haben das Vertrauen in den US-Dollar verloren und konvertieren ihre Währungsreserven in etwas Werthaltiges, um jeden Preis! (China wollte eigentlich die insgesamt angebotenen 400 Tonnen kaufen, war aber nicht bereit, den Tageskurs zu bezahlen)

Fragen, die sich aufdrängen:
Warum verkauft der IWF Gold?
Warum kauft die indische Zentralbank Gold?


Mögliche Antwort: Der US-Dollar hat als Welt-Reservewährung ausgedient; der IWF agiert künftig als „Zentralbank der Zentralbanken“ und erlaubt das Gelddrucken nur gegen Einlagen in Gold oder Silber. Eigentlich vernünftig.

Schweinegrippe: Medienhype oder Bedrohung?

Wie wir seit dem Sommer wissen, ist die Schweinegrippe extrem ansteckend, aber harmlos. Pharmakonzerne wie Glaxo-Smith-Kline, Baxter und Novartis verdienen sich dumm und dämlich an den Impfstoffen (Die überall vom Steuerzahler finanziert werden, auch wenn sie in der Arztpraxis 'kostenlos' abgegeben werden). Was soll ich mir Sorgen machen über eine Krankheit, die mir ein wenig Kopfschmerzen und Fieber anhängt, und mich allenfalls ein paar Tage ins Bett schickt?

So einfach ist es leider nicht:

Die Gesundheitsbehörden der USA und (wen wundert's?) Großbritanniens kalkulieren optimistisch, dass 25 bis 50% der Bevölkerung angesteckt werden. Todesfälle durch H1N1 werden vom amerikanischen CDC (Center of Disease Control, Ministerium für Seuchenkontrolle) auf 30.000 bis 90.000 projektiert (zusätzlich zu den durchschnittlich 36.000 Opfern der saisonalen Grippe)
Wie auf durchaus seriösen Websites nachzulesen, beträgt (momentan!) die Mortalitätsrate der Influenza A-H1N1 weltweit 1,0%. Niedrig? Im Vergleich dazu haben die saisonalen Grippen eine Mortalitätsrate von 0,4%. Oh-Oh.

Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte eine (natürlich nicht repräsentative und deswegen völlig wertlose) Umfrage unter Krankenhauspersonal. „FALLS die H1N1-Pandemie ausbrechen sollte – würden Sie dann zur Arbeit erscheinen?“
Die Resultate waren für mich erschreckend: Gut die Hälfte des Krankenhauspersonals (einschließlich Ärzten!) antwortete mit NEIN.

Das gibt mir irgendwie zu denken: Wenn schon 50% des Krankenhauspersonals (das eigentlich zur Hilfe verpflichtet ist) bei Ausbruch der Seuche blau macht – was tut dann der 'normale' Arbeitnehmer, der mit vielen Menschen in Kontakt kommt? (Dumme Beispiele: Kassiererin im Supermarkt, Bedienung im Restaurant).
Wer fährt noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Wer besucht Theater, Konzerte oder Fußballspiele?
Auf jeden Fall beflügelt das den Wirtschaftsaufschwung, sagen die Experten z.B. des IFO unter der Führung meines Lieblings“Wissenschaftlers“ Hans-Werner Sinn (welcher bei uns intern Un-Sinn genannt wird, weil er meistens denselben von sich gibt)

Beunruhigende Nachrichten auch aus der Ukraine – von deutschen Medien weitgehend ignoriert: Innerhalb weniger Tage ca. 80.000 Infizierte und an die 100 Tote. In der Bevölkerung bricht Panik aus, das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Ob die Todesfälle der Schweinegrippe zum Opfer fielen, ist noch völlig unklar: Die meisten starben an einer 'Lunge voll Blut' – was doch stark erinnert an die Spanische Grippe (1918-1920), die je nach Zählweise zwischen 50 und 100 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Klassifizierung des Virus der damaligen Spanischen Grippe: H1N1. Kommt uns das bekannt vor?